Unsere
Praxis
Die
praktische Übung im Zen-Kreis setzt sich im Wesentlichen
aus Zazen, Kinhin, Dokusan, Rezitation und Sarei zusammen. Sie
sind Bestandteil jedes Treffens.
Zazen
ist das Sitzen in Stille mit geradem Rücken und möglichst
überkreuzten Beinen. Sollte es nicht möglich sein, die
klassische Sitzhaltung einzunehmen, so besteht die Möglichkeit
alternativer Sitzhaltungen oder das Meditieren auf einem Stuhl
oder einem Bänkchen zu praktizieren.
Für den Anfänger geht es zunächst einmal darum,
zu lernen, den Geist auf ein Objekt zu konzentrieren. Dies geschieht
durch das Zählen bzw. Beobachten der Atemzüge.
Kinhin ist die Geh-Meditation zwischen den einzeln Sitzrunden.
Dabei soll die beim Zazen gewonnene Achtsamkeit auch während
der Bewegung beibehalten werden.
Rezitation
ist der gemeinsame Sprechgesang zu Beginn und Ende jedes Treffens.
Es werden Schriften und Sutren unter Begleitung von traditionellen
Schlaginstrumenten rezitiert.
Sarei
ist das formelle gemeinschaftliche Trinken von Grüntee. Es
findet vor der ersten Zazen-Runde statt.
Dokusan
ist das vertrauliche Gespräch zwischen Lehrer und Schüler,
in dem Fragen zur Übung und Lehre behandelt werden oder mit
Koans gearbeitet wird.
Eine
zweistündige Übungseinheit läuft gewöhnlich
folgendermaßen ab: Nach Rezitation und Sarei folgen drei
25-minütige Sitzrunden. Zwischen den Runden gibt es jeweils
eine 5-minütige Geh-Meditation. Während der zweiten
und dritten Sitzrunde besteht die Möglichkeit zum Dokusan.
Beendet wird die Veranstaltung mit einer Rezitation.
Der Ablauf von Sesshins (=intensive
Übungswochenenden) umfaßt weitere Elemente und Formen
wie gemeinschaftliches Essen, gemeinnützige körperliche
Arbeit ( Samu) und Vorträge des Lehrers (Teisho). Ein Beispiel
für den Ablauf unserer Sesshins finden Sie in nachstehendem
pdf-Dokument.
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